Produktion & Logistik
Henkel verfügt über Produktionsstandorte in 57 Ländern. Zusätzlich haben wir in vielen Ländern Verwaltungs-, Forschungs- und Marketingstandorte sowie Lager und Logistikzentren. Damit schaffen wir vielerorts als lokaler Arbeit- und Auftraggeber positive Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region. Voraussetzung für die Herstellung hochwertiger Marken und Technologien sind effiziente und moderne Produktionsstätten. Dazu gehört auch der weltweite Transfer von Wissen und neuen Technologien. Die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse und Standortstrukturen bei gleichzeitiger Reduktion von Energie-, Wasser-, Materialverbrauch sowie Umweltbelastungen sind wichtige Teile unseres Qualitätsversprechens.
Umfassende Analysen und Simulationen bilden die Grundlage für konzernweite Programme, mit denen wir Produktivität, Qualität und Sicherheit steigern und gleichzeitig Ressourcenverbrauch, Abfall und Instandhaltungskosten verringern. Die Bandbreite unserer Produkte stellt dabei unterschiedliche Anforderungen an die Produktion. Zum Beispiel erfordert die Herstellung von Fliesenklebern, Haushaltsreinigern oder Hautcremes grundlegend andere Prozesse und unterscheidet sich deutlich hinsichtlich des Wasser- oder Energieverbrauchs. Daher fließen auch die individuellen Erfahrungen und Aktionen unserer Fabriken in die konzernweiten Effizienzprogramme ein. Denn oft sind es prozessspezifische Ideen und die Kreativität der Mitarbeiter, die wichtige Beiträge zur Zielerreichung leisten.
Die Prozesse unserer acht Kosmetikwerke analysieren wir seit 2006 systematisch im Rahmen des Programms „Total Productive Management plus“. Ziel ist, Verluste in den verschiedenen Produktionsprozessen und in der Lieferkette zu identifizieren und so die Wertschöpfung stetig zu steigern. Basierend auf umfassenden Analysen, die zu Beginn des Programms durchgeführt wurden, legen unsere Standorte jährlich Maßnahmen und quantifizierte Ziele fest. Zur Zielerreichung setzen wir auf die prozessspezifischen Erfahrungen sowie auf die Ideen und Kreativität unserer Mitarbeiter. Um alle Mitarbeiter möglichst unbürokratisch in den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung einzubinden, liegen in allen Kosmetikwerken gut sichtbar „Blaue Karten“ aus. Mit deren Hilfe können unsere Mitarbeiter Vorschläge für Prozessverbesserungen einreichen.
Logistikplanung für unterschiedliche Produkte
Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette schließt das Optimieren des Transports unserer Produkte ein. Konzernweit arbeiten wir an der Vereinfachung unserer Logistikstrukturen sowie an effizienten und umweltschonenden Transportkonzepten. Dabei ergibt sich unsere Logistikplanung meist aus der Art unserer zu transportierenden Endprodukte. Bei eher großvolumigen Produkten verringern wir durch regionale Produktionsstandorte die Transportwege und die damit verbundenen Umweltbelastungen. Dies gilt insbesondere für unsere Wasch- und Reinigungsmittel sowie einige Kosmetik- und Klebstoffprodukte. Bei vergleichsweise kompakten Produkten mit niedrigem spezifischem Gewicht fällt der Transportaufwand geringer aus, sodass diese möglichst zentral in großer Stückzahl produziert werden. So werden beispielsweise unsere Sekundenkleber lediglich an wenigen Standorten weltweit hergestellt.
Neue Anforderungen an unsere Transportdienstleister
Der Transport unserer Produkte vom Produktionsstandort zum Lager sowie vom Lager zu den Kunden wird mittlerweile weltweit zu über 90 Prozent von externen Logistikunternehmen durchgeführt. Daher ist es für uns wichtig, bereits bei der Auswahl unserer Transportpartner auf Leistungen im Bereich Effizienz und Umwelt zu achten. 2010 haben wir neue Kriterien definiert, nach denen wir zukünftig im Rahmen von Anfrageprozessen und Ausschreibungen die Anbieter von Logistikdienstleistungen systematisch bewerten. Dazu gehören die Definition von Energiesparzielen, Maßnahmen zur Modernisierung der Fahrzeugflotte sowie Investitionen in Programme zur Routenoptimierung oder Emissionserfassung. Die Abfrage der Kriterien soll zum einen unsere Erwartungen an umweltschonende Transportkonzepte verdeutlichen. Zum anderen berücksichtigen wir diese bei der Vergabe neuer Logistikaufträge.
