26.02.2009, Düsseldorf/Wien
Henkel führt intensiven Dialog zum Thema Nachhaltigkeit
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Mehrwert kommunizieren
Nachhaltiges Wirtschaften – bei Henkel beginnt es bereits bei der Auswahl der Rohstoffe und geht über die Verwendung bis hin zur Entsorgung der Produkte – umfasst also die gesamte Wertschöpfungskette. „Nachhaltigkeit ist bei uns kein Zusatz, sie ist wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie“, erklärt Christian-André Weinberger, Corporate Senior Vice President und Global Chief Marketing Officer im Unternehmensbereich Wasch-/Reinigungsmittel.
Zur Strategie gehört die entsprechende Kommunikation: Mit umfassender Information wird Kunden und Verbrauchern vermittelt, in welcher Weise sie bei der Anwendung der Henkel-Markenprodukte Ressourcen schonen, zum Klimaschutz beitragen oder beispielsweise Abfall vermeiden können. Denn die Verantwortung für Mensch und Umwelt hört nicht im Verkaufsregal auf.
„Es ist wichtig, alle Marktteilnehmer einzubeziehen, um auf allen Ebenen eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Zum Beispiel, wenn wir einen substanziellen Fortschritt im Klimaschutz erzielen wollen“, so Weinberger.
Henkel im Verbund mit nationalen und internationalen Initiativen
Weil eine nachhaltige Entwicklung nur gemeinsam erreicht werden kann, engagiert sich Henkel in verschiedenen europaweiten Industrieinitiativen, so zum Beispiel im Internationalen Industrieverband für Wasch- und Reinigungsmittel (A.I.S.E.). Als erstes Unternehmen unterzeichnete Henkel bereits im Jahr 2005 die „A.I.S.E. Charter Nachhaltiges Waschen und Reinigen“.
Ziel dieser freiwilligen Nachhaltigkeitsinitiative der Wasch- und Reinigungsmittelindustrie in Europa ist es, Prozesse bei der Entwicklung, Herstellung, Verwendung und Entsorgung von Wasch- und Reinigungsmitteln nachhaltig zu gestalten, und zwar über deren gesamten Lebenszyklus. Ein unabhängiger akkreditierter Auditor prüft und zertifiziert dabei diese Anstrengungen.
Seit 2006 unterstützt Henkel mit seinen maschinellen Geschirrspülmitteln auch die Initiative „Save Energy and Water“ der A.I.S.E. Mit dieser Initiative sollen Verbraucher zum Energie- und Wassersparen beim maschinellen Geschirrspülen aufgefordert werden. Entsprechende Logos auf den Maschinengeschirrspülmitteln und Informationen im Internet ermuntern die Verbraucher, die energieeffizienten Programme zu wählen.
CO2-Fußabdruck
Henkel nimmt auch am aktuellen, deutschlandweiten Pilotprojekt „Product Carbon Footprint“ (PCF) teil. Ein „Carbon Footprint“ oder „CO2-Fußabdruck“ von Produkten umfasst alle Emissionen von Treibhausgasen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Produktes anfallen.
Träger des PCF Pilotprojekts sind der WWF, das ÖKO-Institut, das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, die Agentur THEMA1 sowie zehn Unternehmenspartner aus Industrie und Handel. Ein Ziel ist die Entwicklung einer belastbaren und international einheitlichen Methode zur Ermittlung von Product Carbon Footprints. Das zweite Ziel ist, ein Konzept für eine produktbezogene Kommunikation zu entwickeln, die die Verbraucher in die Lage versetzt, eine Kaufentscheidung zugunsten klimaverträglicherer Produkte zu treffen.
„Es reicht definitiv nicht aus, sich auf knappe Hinweise beispielsweise zur Höhe von CO2-Emissionen bei der Produktion zu beschränken“, erklärt Uwe Bergmann, Nachhaltigkeits-Experte bei Henkel. Es ist entscheidend, in die Berechnung von CO2-Fußabdrücken auch die Phase der Anwendung mit einzubeziehen: Es besteht, bezogen auf Treibhausgas-Emissionen, ein großer Unterschied zwischen einem Waschgang bei 60 oder bei 30 Grad Celsius. Persil bietet beispielsweise schon ab 20 Grad Celsius Wassertemperatur eine sehr gute Waschkraft. Das bedeutet weniger Energieverbrauch und im Ergebnis auch weniger CO2-Ausstoß.
Das bestätigen auch die Erfahrungen, die Henkel bereits seit über 20 Jahren bei der Erstellung von Ökobilanzen von Produkten und Prozessen gemacht hat. Und so vermittelt Henkel schon lange den Verbrauchern, in welcher Weise sie selbst bei der Anwendung der Henkel-Markenprodukte etwa Ressourcen schonen oder zum Klimaschutz beitragen können. Aktuelles Beispiel dafür ist das Logo „Qualität und Verantwortung“. Mit diesem Logo kennzeichnet Henkel seit dem Jahr 2008 weltweit alle Wasch- und Reinigungsmittel-Produkte des Unternehmens. Es unterstreicht, dass diese sowohl leistungsstark und umweltverträglich als auch wasser- und energiesparend und unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt sind. Mit weiteren ausführlichen Informationen auf den Verpackungen, aber auch in allen TV Spots wie „Persil Gold mit Kaltkraftformel“ werden den Verbrauchern diese Vorteile vermittelt.
Kommunikation mit Industriekunden und Handel
Um für Industriekunden verbesserte Prozesse transparent und nachvollziehbar darzustellen, hat Henkel den Value Calculator entwickelt: Er hilft dem Unternehmen, Einsparpotenziale hinsichtlich Energie-, Wasser- oder Rohstoffverbrauch aufzuzeigen und Prozesse bei seinen Kunden zu verbessern.
Mit dem Value Calculator kann ein neuer Prozess in allen Einzelschritten mit dem bestehenden verglichen werden. Die daraus resultierenden Vorteile und Kosteneinsparungen werden auf einen Blick dargestellt. Grundlage dafür ist eine detaillierte Dokumentation der Prozessschritte im Value Calculator-Programm. So kann das Know-how der Produktentwickler vom Vertrieb leichter genutzt werden.
Beispiel Bonderite NT: Mit diesem Produkt hat Henkel für die Metallindustrie ein neuartiges Beschichtungsverfahren als Alternative zur Eisenphosphatierung entwickelt. Bonderite NT bietet ausgezeichneten Korrosionsschutz und weist gegenüber der Eisenphosphatierung qualitative, ökologische und wirtschaftliche Vorteile auf. Der Value-Calculator zeigt deutlich: Die Komplettlösung von Henkel ermöglicht niedrigere Gesamtkosten, weil sie den Ressourcenverbrauch und die Abwasser- und Abfallkosten verringert sowie die Lebensdauer der Produkte verlängert.
Neu ist auch der sogenannte Henkel-Sustainability#Master des Unternehmensbereichs Wasch-/Reinigungsmittel. Dies ist ein von Henkel-eigener Software unterstützter Evaluierungsprozess. Mit dessen Hilfe ermitteln die Henkel-Fachleute zusammen mit Handelspartnern die Nachhaltigkeitsbilanz neuer Produkte und Prozesse im Vergleich zur Ausgangslage. So werden positive wie negative Einflüsse – zum Beispiel von Verpackungsformen – in der Entwicklungsphase vorausgesagt oder auch bestehende Situationen bewertet. Diese Erkenntnisse können bei der Vermarktung neuer Produkte oder der Entwicklung von Logistik- und Verpackungsstrategien berücksichtigt werden. Auch lassen sich leichter Vergleiche ziehen, beispielsweise hinsichtlich der Nachhaltigkeit zweier verschiedener Verpackungsformen. Das wiederum hilft sowohl Henkel, als auch dem Handel, Entscheidungen zugunsten nachhaltigerer Produkte, Prozesse und Verpackungen zu treffen.
Umfassend berichtet Henkel über nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften sowie alle Rankings und Ratings im Internet unter www.henkel.de/nachhaltigkeit.