26.01.2009, Düsseldorf/Wien

 

Nachhaltigkeit bei Henkel: Beispiel Product Carbon Footprint Pilotprojekt

 

 
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Klimaverträglichen Konsum fördern

Energieeffizienz und Klimaverträglichkeit von Prozessen und Produkten gehören zu den wichtigen Qualitätsmerkmalen der Zukunft. Henkel arbeitet bereits seit langem daran, seine Produktion und seine Produkte möglichst energieeffizient zu gestalten. Darüber hinaus beteiligt sich Henkel an dem bundesweiten „Product Carbon Footprint“ Pilotprojekt, um die Entwicklung fundierter Methoden zur Erfassung aller klimarelevanten Emissionen aktiv voranzutreiben und diese transparent und vergleichbar zu machen. Die Projektteilnehmer haben jetzt Ansätze vorgestellt, wie produktbezogene Treibhausgas-Bilanzen berechnet werden können.

Die Entwicklung fundierter und glaubwürdiger Methoden zur Ermittlung sogenannter „Carbon Footprints“ ist eine wichtige Voraussetzung zur Einbindung der Verbraucher in den Klimaschutz und zur Förderung eines klimaverträglichen Konsums. Ein „Carbon Footprint“ oder „CO2-Fußabdruck“ von Produkten umfasst alle klimarelevanten Emissionen von Treibhausgasen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Produkts anfallen. Die Mitglieder des bundesweiten Product Carbon Footprint (PCF) Pilotprojekts haben Empfehlungen erarbeitet, wie produktbezogene CO2-Fußabdrücke berechnet und kommuniziert werden sollten, und die Ergebnisse jetzt in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Bisher gibt es dafür noch keine international einheitlich verwendete Methode. Neben Henkel und weiteren Unternehmenspartnern sind der WWF, das Öko-Institut, das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und die Agentur THEMA1 an dem Projekt beteiligt.

„Henkel arbeitet seit Jahrzehnten daran, seine Produktion ebenso wie seine Produkte möglichst energieeffizient zu gestalten, und leistet so kontinuierlich relevante Beiträge zum Klimaschutz“, erläutert Christian-André Weinberger, Corporate Senior Vice President und Global Chief Marketing Officer im Unternehmensbereich Wasch-/Reinigungsmittel. „Und ebenso lange vermitteln wir den Verbrauchern mit umfassenden Informationen, in welcher Weise sie selbst bei der Anwendung der Henkel-Markenprodukte etwa Ressourcen schonen oder zum Klimaschutz beitragen können – beispielsweise mit ausführlichen Hinweisen auf Energiesparmöglichkeiten wie auf den Verpackungen von Persil und Somat.“

Dieses Know-how und über 20 Jahre Erfahrung bei der Erstellung von Ökobilanzen von Produkten und Prozessen hat Henkel in das PCF Pilotprojekt eingebracht. Denn bei der Einbindung der Verbraucher in den Klimaschutz kann die Berechnung von CO2-Fußabdrücken eine wichtige Hilfestellung leisten. Schließlich zeigen sie, dass bei vielen Produkten besonders die Nutzungsphase entscheidend ist. Das bestätigt auch Dr. Thomas Förster, Leiter der weltweiten Forschung und Entwicklung im Unternehmensbereich Kosmetik/ Körperpflege: „Der CO2-Fußabdruck eines Produkts macht das Thema Klimaschutz greifbar. Er bietet sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern die Möglichkeit, Ansatzpunkte für ihre jeweiligen individuellen Beiträge aufzuzeigen.“

Erste Ergebnisse

Henkel hat im Rahmen des Pilotprojekts bereits die Berechnung der CO2-Fußabdrücke eines Universalwaschmittels (Persil Megaperls) sowie eines Shampoos (Schauma 7 Kräuter) abgeschlossen. Bis zum Ende des Pilotprojekts werden außerdem die Bilanzen von Fugendichtungsmassen (Produkte der Marken Sista und Ceresit) und von industriellen Verpackungsklebstoffen (Liofol) folgen.

Beispiel Universalwaschmittel: In der Gesamtbilanz für ein Waschmittel fallen beim Waschen selbst die meisten Emissionen an – über 70 Prozent. Eine niedrigere Waschtemperatur hat dabei einen deutlichen Effekt: Wäscht man bei 30 anstatt bei 60 Grad Celsius, liegt – durchschnittliche Verbrauchswerte angenommen – die Differenz bei 480 Gramm CO2 pro Wäsche. Bei drei Wäschen in der Woche summiert sich das Einsparpotential auf rund 74 Kilogramm CO2 im Jahr. Das entspricht ungefähr dem CO2-Ausstoß eines Mittelklassewagens (160 Gramm CO2 pro Kilometer) auf der Strecke von Hamburg bis Frankfurt. Bei etwa 40 Millionen Haushalten in Deutschland mit durchschnittlich 155 Wäschen pro Jahr ergibt das ein eindrucksvolles Einsparpotenzial.

Beispiel Haarshampoo: Auch hier entfällt der Großteil der Treibhausgas-Emissionen auf die Nutzungsphase. Der überwiegende Anteil (über 90 Prozent) der gesamten CO2-Emissionen entsteht durch die Erwärmung des Wassers zum Duschen und für die Haarwäsche. Schon bei einer Verringerung von Wassermenge und Temperatur von 22,5 auf 18 Liter und von 40 auf 37 Grad Celsius sinken die Emissionen um ein Drittel – ebenfalls ein großes Einsparpotenzial.

„Die Produkte und Technologien von Henkel werden täglich millionenfach eingesetzt. Sie sind daher unser größter Hebel für Beiträge zum Klimaschutz und schonenden Einsatz von Ressourcen. Um beim Klimaschutz entscheidende Fortschritte zu erreichen, müssen Unternehmen und Verbraucher an einem Strang ziehen", hebt Weinberger die gemeinsame Verantwortung hervor. „Deshalb fokussieren wir uns mit unserer Strategie ‚Performance based on Sustainability’ auf die Verbindung der Leistungsstärke unserer Marken mit gleichzeitiger Verantwortung für Mensch und Umwelt. In dieser Kombination sehen wir großes Potenzial, die Entwicklung innovativer Produkte und intelligenterer Lösungen voranzutreiben.“
Weitere Informationen über das Pilotprojekt sowie einzelne Fallstudien finden Sie im Internet unter: www.pcf-projekt.de

Umfassend berichtet Henkel über nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften sowie alle Rankings und Ratings im Internet unter www.henkel.de/nachhaltigkeit.