26.11.2009, Wien
Nachwuchspreise gehen an Wolfgang Lehrner (Österreich) und Dalibor Trencevski (Mazedonien)
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Bosnier Mladen Miljanovic gewinnt den Henkel Art.Award. 2009
„Mit diesem Wettbewerb und Preis möchte Henkel seinen Beitrag zur europäischen Integration und dem kulturellen Verständnis der CEE-Region leisten. Wir glauben an die sehr positive Perspektive dieser Region“, so Mag. Günter Thumser, Präsident der Henkel CEE.
840 Arbeiten von jungen Künstlerinnen und Künstlern - neuer Einreichrekord - galt es heuer zu beurteilen. Eine internationale Expertenjury – Edelbert Köb, Direktor des Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK), Jerica Ziherl, Direktorin des Museums für moderne Kunst in Rijeka, Dr. Brigitte Huck, Kunstkritikerin und Kuratorin, Dr. Zoran Petrovski, Leiter des Film-, Fotografie- und Videodepartments im Museum für Zeitgenössische Kunst „MOCA“ in Skopje sowie Barnabas Bencsik, Direktor des Ludwig Museum in Budapest - entschied sich, auf Basis von fünf Nominierungen, für den in Zenica geborenen Künstler Mladen Miljanovic als Preisträger.
„Innerhalb der Gruppe der nominierten Künstler haben wir uns entschieden, Mladen Miljanovic mit dem Henkel Art.Award. auszuzeichnen. Seine Werke beziehen sich explizit auf die Politik und seine eigene Biographie. Er gehört der Generation an, die als Kinder und Jugendliche den Balkankrieg miterlebt haben und sich danach in einem zerstörten, verarmten, ethisch sowie territorial geteilten und isolierten Land neu orientieren mussten“, erläutert Juryvorsitzender Edelbert Köb, Direktor des MUMOK in Wien, warum die Wahl auf den jungen Bosnier fiel.
Mladen Miljanovic studierte an der Kunstuniversität Belgrad und an der Kunstakademie in Banja Luka. Unter seinen letzten Arbeiten entstand „Holiday of discomfort“, „Sit-no from I serve art“ und „Occupational therapy“, die er in Berlin, Sarajevo und Banja Luka ausstellte. In seinem Werk setzt er sich mit den die Kriegszeit dominierenden Symbolen und Motiven auseinander, untersucht und reflektiert Geschichte, Bedeutung und inhaltliche Besetzung von Räumen, Orten und Städten, wobei er sich unterschiedlichster Medien bedient.
Im Rahmen des Henkel Art.Award. wurde heuer bereits zum vierten Mal auch ein österreichischer Künstler für sein Werk ausgezeichnet. Wolfgang Lehrner erhielt für seine Installation „DAS- GLEICHANDERE“ den Henkel Art.Award. Förderpreis für österreichische Künstler. Der Wiener beschäftigte sich während seiner Studien in Wien und Nicaragua mit Grafik-Design, Architektur und Transmedialer Kunst. Seine bevorzugten Medien sind Fotografie und Video, wichtige Impulse für seine künstlerische Arbeit stellen seine Reisen dar. Wolfgang Lehrner sucht kosmopolitische Zwischenräume und versucht diese zu einer immer neuen Gedanken-Sprach-Bild-Welt zusammenzufügen.
Der Mazedonier Dalibor Trencevski wiederum durfte sich über den Henkel Art.Award. Förderpreis für junge Künstler aus Zentral- und Osteuropa, der im Rahmen des Gastatelierprogramms von KulturKontakt Austria – dem langjährigen Kooperationspartner von Henkel - vergeben wird, freuen. Der junge mazedonische Künstler aus Kumanovo hat sich in seiner Heimat sowohl als Maler einen Namen gemacht als auch mit seinen Performances und Installationen Aufsehen erregt. Darüber hinaus arbeitet er als Bühnenbildner. Der Young Artist ́s Award CEE sowie das Stipendium für einen 3-monatigen Arbeitsaufenthalt in Wien ermöglichen ihm erstmals, seine Arbeiten in Österreich zu zeigen und Kontakt mit der hiesigen Kunstszene zu knüpfen.
Die Arbeiten aller nominierten Künstler und Preisträger sind vom 26. bis 29. November 2009 in den Hofstallungen des MUMOK in Wien (MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien) bei freiem Eintritt zu sehen (Öffnungszeiten: täglich 12.00 – 18.00 Uhr).



