14.04.2011, Düsseldorf
Henkel und Holst Centre geben Partnerschaft bekannt
Henkel beteiligt sich am Forschungsnetzwerk für Flexible Elektronik am Holst Centre in Eindhoven
Klebstoffe mit funktionalen Eigenschaften, z. B. elektrische Leitfähigkeit oder feuchtigkeitssperrende Wirkung, bergen große Potenziale für zukünftige Elektronikanwendungen, sei es bei der heterogenen Integration von Bauteilen aus Silizium und Kunststoff oder bei Laminierung und Verbindung von funktionalen Folien für flexible Solarzellen (OPV), OLED-Leuchtmittel oder flexible Displays. Gestützt auf sein umfassendes Know-how, zum Beispiel in den Bereichen Elektronikklebstoffe und Haftklebstoffe, plant Henkel zahlreiche seiner Technologien in diese Anwendungen einzubringen.
Im Rahmen seines Programms zu „Integrationstechnologien für flexible Systeme“ hat das Holst Centre eine Reihe von generischen Technologien entwickelt, die die Konstruktion flexibler Elektronikbauteile vereinfachen und damit in Zukunft auch die Produktionskosten senken können. Henkel ergänzt dieses bestehende System aus Industriepartnern mit einem gemeinsamen Forschungsprogramm um einen weiteren Know-how-Bereich. Klebstoffe haben potenziell Einfluss auf eine Vielzahl der untersuchten Prozesse.
Im Rahmen dieser Partnerschaft kann Henkel unter anderem seine Technologien in den Bereichen transparente, elektrisch leitfähige und feuchtigkeitssperrende Klebstoffe an echten Bauteilen (anstelle von einzelnen Materialproben) weiterentwickeln. Auf dieser Basis lässt sich die Marktreife neuer Entwicklungen besser und effizienter bewerten.
Jeroen van den Brand, Program Manager am Holst Centre: „Ich freue mich wirklich sehr über diese neue Partnerschaft mit Henkel, die unserer Technologie-Roadmap viele neue Optionen eröffnet. Ich bin schon gespannt auf den Einfluss auf unsere bestehenden Prozesse und die bisher eingesetzten Technologien. Als führender Player in diesem Bereich ist Henkel ein hervorragender Partner, um schnelle Fortschritte bei neuen Technologien und Anwendungen zu ermöglichen.“
„Diese Partnerschaft bietet Henkel eine großartige Gelegenheit, Klebstoffe an echter (organischer) Elektronik zu erproben. So können wir neue Klebstoffkonzepte gemeinsam mit Experten für flexible Elektronik und wichtigen zukünftigen Endanwendern entwickeln und testen“, erklärt Thomas Kostka, F&E-Manager bei Henkel. „Und auch unsere Kunden werden davon profitieren, wenn Henkel innovative, einsatzfähige Technologien deutlich schneller auf den Markt bringen kann.“
Über das Holst Centre
Das Holst Centre ist ein unabhängiges F&E-Zentrum einer offenen Innovationsinitiative, das generische Technologien für autonome drahtlose Sensortechnik und flexible Elektronik entwickelt. Ein wesentliches Merkmal des Zentrums ist das Partnerschaftsmodell mit Partnern aus Industrie und akademischer Fachwelt, die an gemeinsamen Roadmaps und Programmen arbeiten. Dank dieser Art der gegenseitigen Befruchtung ist das Holst Centre in der Lage seine wissenschaftliche Strategie an den industriellen Erfordernissen auszurichten. Das Holst Centre wurde 2005 von imec (Flandern, Belgien) und TNO (Niederlande) mit Unterstützung durch das niederländische Wirtschaftsministerium und die Regierung der Region Flandern eingerichtet. Es ist nach Gilles Holst benannt, einem niederländischen Pionier im Bereich Forschung und Entwicklung, der später erster Direktor von Philips Research wurde.
Das Holst Centre ist auf dem High Tech Campus Eindhoven angesiedelt und profitiert dort von der hochmodernen Infrastruktur. Das Holst Centre beschäftigt über 170 Mitarbeiter aus ca. 25 Ländern und arbeitet mit mehr als 30 Industriepartnern zusammen.
