26.11.2010, Wien
Nachwuchspreise gehen an Susanna Flock (Österreich) und Nina Kurtela (Kroatien)
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Maksymilian Cieślak aus Polen gewinnt den Henkel Art.Award. 2010
„Mit diesem Wettbewerb und Preis möchte Henkel seinen Beitrag zur europäischen Integration und dem kulturellen Verständnis der CEE-Region leisten. Wir freuen uns und sind sehr stolz, dass der Preis ein derartiges Renommee erlangt hat. Vor 9 Jahren starteten wir mit knapp 180 Einreichungen, dieses Jahr hatten wir über tausend Bewerber“, so Mag. Günter Thumser, Präsident der Henkel CEE.
Exakt 1.060 Arbeiten von jungen Künstlerinnen und Künstlern - neuer Einreichrekord - galt es heuer zu beurteilen. Eine internationale Expertenjury – bestehend aus Museumsfachleuten, KunstexpertInnen, renommierten KuratorInnen und GalleristInnen - entschied sich für den in Tomaszow Lubelski (Polen) geborenen Künstler Maksymilian Cieślak als Preisträger.
"Mit Maksymilian Cieślak hat ein Vertreter einer ganz jungen Generation von Künstlern den diesjährigen Henkel Art.Award gewonnen. Ich freue mich Maksymilian Cieślak im nächsten Mai hier im MUMOK in einer Einzelpräsentation auszustellen“, erläutert Juryvorsitzende Karola Kraus, Direktorin des MUMOK in Wien, warum die Wahl auf den jungen Polen fiel.
Maksymilian Cieślaks filmische Arbeiten sind von hoher erzählerischer Dichte und großer Originalität. Er arbeitet mit den Mitteln des Stummfilms, mit der Ästhetik von Amateurmovies auf YouTube ebenso wie mit Elementen des „Found Footage“. Dabei nähert er sich dem Medium Film auf völlig undogmatische und teils humorvolle Weise. So nimmt Maksymilian Cieślak Filmgeschichte, Mythen der Mediengeschichte wie etwa Jury Gagarins Flug ins All oder ein Doors-Konzert als Material, um es daraus mit einer höchst eigenwilligen filmischen Sprache neu zu formen. Manche seiner Arbeiten– wie etwa Doktor Faustus oder Cloud Nine – können auch als bitterböse Satiren des Kunstbetriebes gelesen werden.
Im Rahmen der Henkel Art.Award.-Gala wurde heuer bereits zum fünften Mal auch der Nachwuchspreis für junge österreichische KünstlerInnen vergeben. Ausgezeichnet wurde Susanna Flock. Die Steirerin hat die Jury sowohl mit ihren klaren Arbeiten der graphischen Kunst, als auch mit ihrer Behandlung des Raumes, den sie mit den simpelsten Mitteln künstlerisch manipuliert und verändert, überzeugt. Die Tatsache, dass sie bereits eine bedeutende Anzahl an Arbeiten geschaffen hat – obwohl sie noch Studentin ist – war nur einer der Gründe, sie mit dem österreichischen Henkel-Nachwuchspreis auszuzeichnen.
Die Kroatin Nina Kurtela wiederum durfte sich über den Henkel-Nachwuchspreis CEE für junge KünstlerInnen aus Zentral- und Osteuropa, der im Rahmen des Gastatelierprogramms von KulturKontakt Austria – dem langjährigen Kooperationspartner von Henkel - vergeben wird, freuen. Nachdem sie ihr Studium an der Akademie der bildenden Künste in Zagreb vollendet hatte, begann Nina Kurtela sich intensiv mit zeitgenössischem Tanz zu beschäftigen. Die Sprache des Tanzes floss in ihre Videoarbeiten ein und schmückt diese mit einem besonderen Rhythmus und Leichtigkeit. Der Henkel-Nachwuchspreis von Osteuropa in Verbindung mit dem Stipendium finanziert der jungen Künstlerin einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in Wien, der es ihr ermöglicht, ihre Kunst in Österreich zu zeigen und um Leute in der lokalen Kunstszene kennen zu lernen.
Die Arbeiten aller nominierten KünstlerInnen und PreisträgerInnen sind vom 26. bis 28. November 2010 im MUMOK in Wien (MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien) zu sehen (Öffnungszeiten: 10.00 – 18.00 Uhr).
Weitere Informationen finden Sie unter http://artaward.henkel.at oder auf www.facebook.com/HenkelArtAward








